Edition Voldemeer

Michael Oppitz

geboren 1942 im Riesengebirge/Schlesien an der Grenze zwischen Polen und der Tschechei; aufgewachsen in Köln; Schule: Altsprachliches Apostelgymnasium zu Köln; Studium Ethnologie, Soziologie, Sinologie in Berkeley, Bonn, Köln; Dissertation 1974 bei René König mit einer Arbeit zur Geschichte der Strukturalen Anthropologie; Habilitation in Berlin mit einer Monographie zur Verwandtschaft der nördlichen Magar; Gast-Professuren in New York, Texas, Paris; Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin; 1991–2007 Ordinarius für Ethnologie der Universität Zürich und Direktor des Völkerkundemuseums daselbst; seit 2008 emeritiert, wohnhaft in Berlin. 

Feldforschungen im Himalaya: 1965 Solu-Khumbu – Clan- und Migrationsgeschichte der Sherpa; 1976–1982 Dhaulagiri-Gebiet – Verwandtschaft und Religionspraxis bei den Magar; 1995/96 Yülongshan Yunnan – Piktogrammschrift der Naxi; 2000/01 Minshan Gebirge Sichuan – Heilerpraxis bei den Qiang; Autor von zahlreichen Büchern zur Geschichte der Ethnologie und zur Ethnographie des Himalaya; mehrere Dokumentarfilme darunter ›Schamanen im Blinden Land‹ (1981) und ›Reise zu den Wassern des Vergessens‹ (2011); arbeitet zurzeit an einer vergleichenden Studie zum Mythos der verlorenen Schrift; an einer Edition der Ritualgesänge der Magar; und an der Fortführung des mehrbändigen Werkes zur Schamanentrommel – in den nördlichen Regionen Eurasiens.